So wird gerechnet
Die Wandfläche ohne Öffnungen wird durch die Ansichtsfläche eines Steins geteilt, dazu kommt eine Reserve. In jeder Lage gibt es pro Ecke einen Eckstein, also Ecken × Lagen Ecksteine, der Rest sind gerade Steine. Der Beton ist Wandfläche mal Kerndicke. Die horizontale Bewehrung liegt in jeder Lage (zwei Stäbe ab 200 mm Kern), die vertikale alle 600 mm und in jeder Ecke mit Anschluss ans Fundament.
Lagen = Wandhöhe ÷ Steinhöhe, aufgerundetSteine = (L × H − Öffnungen) ÷ (l × h) × (1 + Reserve)Beton = (L × H − Öffnungen) × Kerndicke × (1 + Reserve)Beispiel
Wände von 40 m Länge und 2,75 m Höhe mit 12 m² Öffnungen und vier Ecken aus Steinen 1.200 × 250 mm mit 150 mm Kern ergeben 11 Lagen: 299 gerade und 44 Ecksteine mit 5 % Reserve und etwa 15,4 m³ Beton.
Tipps aus der Praxis
- Wände vor jedem Betonieren lotrecht ausrichten und abstützen: Nach dem Abbinden lässt sich nichts mehr korrigieren.
- In Lagen von etwa 1 m mit feinkörnigem Beton betonieren und vorsichtig verdichten, damit die Schalung nicht ausbaucht.
- Leerrohre für Leitungen und Rahmen für Fenster und Türen vor dem Betonieren setzen.
Fragen und Antworten
Wie viel Beton braucht eine Wand aus Schalungssteinen?
Kerndicke mal Wandfläche: 0,15 m³ pro m² bei 150 mm Kern, 0,2 m³ bei 200 mm und 0,25 m³ bei 250 mm, plus einige Prozent Reserve.
Wie viele Schalungssteine pro m²?
Ein Stein 1.200 × 250 mm deckt 0,3 m², man braucht also etwa 3,3 Steine pro m². Bei 1.000 × 250 mm sind es 4 pro m².
Welche Kerndicke wählen?
Für Ein- und Zweifamilienhäuser meist 150 mm, für Keller, Stützwände und höhere Wände 200–250 mm. Maßgebend ist die Statik.
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